| Literaturempfehlungen zum Thema Erblicher Brustkrebs |
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| Schlegelberger, Brigitte Tumorgenetische Beratung zu Brustkrebs an der MHH - Erstinformation [Handout]. Hannover: Institut für Zell- und Molekularpathologie der Medizinischen Hochschule Hannover. Verfügbar unter: http://www.mh-hannover.de/fileadmin/institute/zell_molekularpathologie/downloads/Beratung_Brustkrebs.pdf [25.08.2009] |
| Meindl, Alfons & Golla, Astrid (1998) Molekulargenetische Diagnostik bei Brustkrebs: Neueste Ergebnisse und Auswirkungen auf die genetische Beratung (Aufsatz in medgen 10). In Zeitschrift medizinischegenetik (Organ der Deutschen Gesellschaft für Humangenetik, der Österreichischen Gesellschaft für Humangeneti). Springer-Verlag. Verfügbar unter: http://www.medgenetik.de/1998/1998_2_250_meindl.pdf [25.08.2009] |
| Pfadt, Bettina (2001) Der familiär erbliche Brustkrebs (Mammakarzinom): klinisch-medizinische, genetische und psychosoziale Aspekte (ISBN (E-Book): 978-3-640-04483-2) [Examensarbeit Biologie(Not]. Hamburg: Universität Hamburg. Verfügbar unter: http://www.hausarbeiten.de/faecher/vorschau/106204.html [25.08.2009] |
| Probst-Hensch, Nicole M. (2002) Niedrigpenetranz-Gene und Brustkrebs (Artikel in J. Menopause 1). In Journal für Menopause (Zeitschrift für Diagnostische, therapeutische und prophylaktische Aspekte im Klimakterium) (S. 22 ff.). Gablitz/Österreich: Krause & Pachernegg GmbH - VERLAG für MEDIZIN und WIRTSCHAFT. Verfügbar unter: http://www.kup.at/kup/pdf/1036.pdf [25.08.2009] |
| Burfeind, Peter (2006) Genetik und Krebs (Abteilung Humangenetik der Georg-August-Universität, Göttingen/Vortrag auf dem Tag der Medizin 2006). In Vortrags-Handout. Verfügbar unter: http://www.med.uni-goettingen.de/media/global/tag_der_medizin/tdm_2006_genetik_und_krebs.pdf [25.08.2009] |
| Wolff, Gerhard (2007) Genetische Beratung und Diagnostik bei familiärem Brustkrebs (Mittwochskolloquium zum Thema: „Management des erblichen Mammakarzinoms“) [Vortragsfolien]. Freiburg: Institut für Humangenetik der Uni-Frauenklinik Freiburg. Verfügbar unter: http://www.prof-wolff.de/Wolff%202007b.pdf [25.08.2009] |
| Stoll, Susanna & Pók, Judith (2007) Hochrisiko für Brustkrebs - Beratungsaufgaben und Präventionsmöglichkeiten bei jungen Frauen (Aufsatz in Gynäkologie 1). In Gynäkologie (Fachzeitschrift für Gynäkologen und gynäkologisch tätige Ärzte und Ärztinnen anderer Fachbereiche, s) (S. S. 10 ff.). Neuhausen am Rheinfall/Schweiz: Rosenfluh Publikationen AG. Verfügbar unter: http://www.rosenfluh.ch/images/stories/publikationen/gynaekologie/01-2007/04-hochrisiko.neu.pdf [25.08.2009] |
| Ditsch, Nina (2007) Was rate ich meinen Töchtern? Genetische Veranlagung von Brustkrebs (Vortrag auf dem Patientinnentag 2007) [Vortragsfolien]. München: Klinik und Poliklinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe der LMU München/Klinikum Großhadern. Verfügbar unter: http://gyngh.klinikum.uni-muenchen.de/vortrag/2007-19-10/ditsch_2007-10-19.pdf [25.08.2009] |
| Arens, Phillip, Balck, Prof. Dr. Friedrich & et, al. (2009) Mamma Mia! Spezial: Komme ich aus einer Krebsfamilie?. Nußloch: BBSG-Verlag. Verfügbar unter: http://mammamia.solis-communication.com/wordpress-mu/mamma-mia-spezial/ |
Erblicher Brustkrebs (764)
Wenn Brustkrebs bei jungen Frauen auftritt, wächst er im Allgemeinen schneller, als wenn er bei einer 70-jährigen Frau entsteht. Der Brustkrebs bei jungen Frauen hat noch weitere Besonderheiten. Er kann ein Hinweis darauf sein, dass die Bereitschaft, an Brustkrebs zu erkranken, vererbt wird. Weniger als ein Prozent der Brustkrebse treten zwischen dem 20. und 30. Lebensjahr auf, aber mehr als 50 Prozent der Brustkrebse unter 30 Jahren sind erblich. Die meisten Brustkrebsfälle treten sporadisch auf. Nur in fünf bis maximal zehn Prozent der Fälle besteht eine genetische, also erbliche Veranlagung. Dafür sind Mutationen, also Veränderungen in verschiedenen Genen verantwortlich. Mehr dazu in diesem Artikel von Priv.-Doz. Dr. med. Eva-Susanne Strobel, Chefärztin der St. Georg Vorsorge- und Rehabilitationskliniken Höchenschwand.
Frauen, welche die BRCA-Gene (= Tumorsuppressorgene, deren Mutationen mit einem erhöhten Erkrankungsrisiko für das Mammakarzinom einhergehen, d.R.) tragen, haben ein erhöhtes Risiko, an Brustkrebs zu erkranken. Doch mit Bewegung und Ernährung lässt sich anscheinend gegen steuern. Eine neue Studie zeigt, dass das Risiko von BRCA-1 und -2-Genträgerinnen erhöht ist, einen Brustkrebs zu bekommen. So erkranken 20 Prozent aller Frauen mit Mutationen im BRCA-1- oder BRCA-2-Gen bereits vor dem 40. Lebensjahr an Brustkrebs ... Die Studie konnte aber auch aufzeigen, dass körperliche Bewegung und ein normales Körpergewicht das Risiko deutlich senken können. Das bedeutet, dass auch bei Tumoren, die von Genen ausgelöst werden, es sich also um vererbtes Risiko handelt, eine Beeinflussung von außen nicht ausgeschlossen ist. Dieser Einfluss machte sich in der Studie deutlich bemerkbar.
Wenn Brustkrebs in Familien gehäuft auftritt, stellt sich schnell die Frage, ob der Brustkrebs erblich und damit genetisch verursacht sein kann. Insbesondere die Frauen in diesen Familien reagieren verständlicherweise mit Ängsten und Sorgen, ob es nun auch sie treffen könnte. Bei immerhin fast jeder dritten Mammakarzinompatientin findet sich mindestens ein weiterer Brustkrebsfall innerhalb der Familie. Jedoch konnte bislang eine erblich-genetische Ursache bei Brustkrebs nur für 5 bis maximal 10 Prozent aller Fälle festgestellt werden. Man schätzt, dass auch nur ein sehr geringer Teil, nämlich rund 0,3 Prozent aller Frauen tatsächlich einen erblichen Gendefekt aufweisen. Mehr zum Thema erblicher Brustkrebs finden Sie in diesem Artikel von Petra Hinderland aus dem Internetangebot von mamazone - Frauen und Forschung gegen Brustkrebs e.v. aus dem Jahre 2008.
Experten gehen heute davon aus, dass höchstens fünf bis zehn von hundert Brustkrebspatientinnen ein vererbtes oder vererbbares Risiko aufweisen. In den sehr wenigen Fällen von Brustkrebs bei Männern, gibt es dagegen wesentlich häufiger eine Häufung von Mammakarzinom-Erkrankungen in der Familie. Typische "Fehler" im genetischen Bauplan der Zellen spielen zwar bei allen Tumoren eine Rolle. Um vererbbar zu sein, muss eine genetische Veränderung aber nicht nur in den Tumorzellen geschehen sein, sondern in allen Zellen des Körpers: Erst wenn auch Ei- oder Samenzellen betroffen sind, gibt sie ein Mensch an seine Kinder weiter. Solche seltenen vererbbaren Fehler des Erbmaterials werden als Keimbahnmutationen bezeichnet. Mehr dazu gibt es auf den Seiten des Krebsinformationsdienstes.
Die Veranlagung für Brustkrebs kann auch innerhalb von Familien vererbt werden. Dann erkranken häufig bereits junge Frauen. Auch Männer können Brustkrebs bekommen. Testen Sie Ihr Risiko.
Handout zu einem Vortrag von Prof. Dr. Jochen Decker, Facharzt für Humangenetik und für Innere Medizin (Onkologie/Hämatologie), Medizinischer Direktor des Bioscientia Instituts und apl. Professor an der Universität Mainz - Med.III - TumorsuppressorGen / Nieren -und Brustkrebs im Rotary-Club Wiesbaden-Rheingau im Dezember 2004.
Wenn es in Ihrer Familie bereits Fälle von Brustkrebs oder Eierstockkrebs gibt, bleiben Sie ruhig! Es bedeutet nicht, dass auch Sie zwangsläufig erkranken werden. Aber: Ihr persönliches Brustkrebsrisiko könnte erhöht sein. Sie sollten sich deshalb informieren und beraten lassen. Mehr zu diesem Thema finden Sie in im Präventions-Faltblatt der Deutschen Krebshilfe e.V. zum erblichen Brustkrebs.
