Brustzentren
Um die optimale Versorgung von Patientinnen mit Mammakarzinom in sächsischen Regionen sicherzustellen, haben sich meist mehrere Krankenhäuser zu Brustzentren zusammengeschlossen. Ziel der Brustzentren ist die Sicherstellung einer engen patientenbezogenen Zusammenarbeit aller Fachdisziplinen, die sich mit dem Mammakarzinom befassen. Es ist für die Patientin von Vorteil, sich von der Diagnose bis zur Therapie in einem Zentrum behandeln zu lassen, da zwischen den Krankenhäusern eines Zentrums jede Therapieplanung interdisziplinär beraten wird. Nachfolgend finden Sie die Adressen und Ansprechpartner der sächsischen Brustzentren.
Zertifizierte Brustzentren in Sachsen
Direktionsbezirk Chemnitz
Brustzentrum Chemnitz
- Klinikum Chemnitz gGmbH Flemmingstr. 2, 09116 Chemnitz, Telefon: 0371 / 33322200
- Landkreis Mittweida Krankenhaus gGmbH, Hainichener Straße 4-6, 09648 Mittweida, Telefon: 03727 / 990
Mammazentrum Chemnitzer Land / Oberes Erzgebirge
- DRK Krankenhaus Chemnitz-Rabenstein,Unritzstr. 23, 09117 Chemnitz, Telefon: 0371 / 8320
- EKA Erzgebirgsklinikum Annaberg, Chemnitzer Straße 15, 09456 Annaberg-Buchholz, Telefon: 03733 / 800
Brustzentrum Vogtland
- Klinikum Obergöltzsch Rodewisch,Stiftstraße 10, 08228 Rodewisch, Telefon: 03744 / 3615100
Direktionsbezirk Dresden
Brustzentrum Dresden
- Krankenhaus Dresden-Friedrichstadt, Friedrichstraße 41, 01067 Dresden, Telefon: 0351 / 4801184
- Krankenhaus Dresden-Neustadt, Industriestr. 40, 01129 Dresden, Telefon: 0351 / 8562415
Regionales Brustzentrum Dresden
- Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden,Fetscherstraße 74, 01307 Dresden, Telefon: 0351/4583420
- Diakonissenkrankenhaus Dresden, Holzhofgasse 29, 01099 Dresden,Telefon: 0351/8101331
- Krankenhaus St. Joseph-Stift, Wintergartenstraße 15/17, 01307 Dresden, Telefon: 0351/44402274
- Elblandklinikum Radebeul, Heinrich-Zille-Straße , 01445 Radebeul, Telefon: 0351/8333500
Brustzentrum Ostsachsen (Ebersbach-Sebnitz)
- KlinikumOberlausitzer Bergland gGmbH, Röntgenstraße 23, 02730 Ebersbach,Telefon: 03586 / 762100
- Sächsische Schweiz Klinik Sebnitz, Dr.-Steudner-Straße 75b, 01855 Sebnitz, Telefon: 0359 / 7160
Mammazentrum Ostsachsen
- Städtisches Klinikum Görlitz GmbH,Gibirgstorferstr.1-3, 02828 Görlitz, Telefon: 03581 / 371559
Direktionsbezirk Leipzig
Brustzentrum St. Elisabeth-Krankenhaus Leipzig
- St. Elisabeth-Krankenhaus Leipzig, Biedermannstrasse 84, 04277 Leipzig, Telefon: 0341 / 39597450
HELIOS Brustzentrum Nordsachsen – Leisnig
- HELIOS Krankenhaus Leisnig, Colditzer Straße 48, 04703 Leisnig, Telefon: 034321 / 8298
HELIOS Brustzentrum Nordsachsen - Schkeuditz/Borna
- HELIOS Klinik Schkeuditz, Leipziger Straße 45, 04435 Schkeuditz, Telefon: 034204 / 808402
- HELIOS Klinik Borna, Rudolf-Virchow-Straße 2, 04552 Borna, Telefon: 03422 / 211401
Nordwestsächsisches Brustzentrum
- Klinikum St. Georg gGmbH, Delitzscher Str. 141, 04129 Leipzig,Telefon: 0341 / 9093501
- Kreiskrankenhaus Johann-Kentmann gGmbH, Christianistraße 1, 04860 Torgau, Telefon: 03421 / 772500
Zertifizierungsverfahren Brustkrebszentren
Mit dem Zertifizierungsverfahren will die Deutsche Krebsgesellschaft dafür sorgen, dass sich die Versorgungssituation für Patientinnen, die an Brustkrebs erkrankt sind, deutlich verbessert. Der Begriff „Brustkrebszentrum“ ist nicht geschützt und jede Klinik kann ihn verwenden, ohne dass er Aufschluss über die Qualität des Angebotes gibt. Die Deutsche Krebsgesellschaft will mit der Vergabe des Qualitätssiegels „Zertifiziertes Brustkrebszentrum“ dafür sorgen, dass Patientinnen sicher sein können, in dem zertifizierten Zentrum nach dem aktuellen Stand der Wissenschaft behandelt zu werden. Eine grobe Orientierung, ob ein Zentrum qualitative Mindeststandards erfüllt, können Sie den folgenden Fragen entnehmen. Sie stellen einen Auszug aus den Fachlichen Anforderungen für Brustkrebszentren dar.
Checkliste
- Hat das Brustkrebszentrum ein Qualitäts-Zertifikat (Qualitätsmanagementsystem z.B. nach ISO DIN 9001) erworben?
- Finden regelmäßig interdisziplinäre Tumorkonferenzen statt, auf denen Vertreter der beteiligten Fachgebiete gemeinsam die Therapiestrategie festlegen? Teilnehmer: Brustoperateure (Gynäkologe, Chirurg), Röntgendiagnostiker, internistischer Onkologe, onkologisch versierter Gynäkologe, Strahlentherapeut, Pathologe
- Kommen die Behandlungsrichtlinien der Fachgesellschaften zur Anwendung?
- Wird ein Termin in der Brustsprechstunde innerhalb von max. zwei Wochen vergeben, beträgt die Wartezeit in der Brustsprechstunde unter max. 60 Minuten und wird das endgültige Ergebnis einer Gewebeprobe innerhalb von maximal einer Wochedurch den Arzt persönlich mitgeteilt?
- Werden die Operationen von Brustoperateuren vorgenommen, die mindestens 50 Brustoperationen pro Jahr durchführen?
- Werden mindestens 50 Prozent der Operationen brusterhaltend durchgeführt und besteht Zugang zu brustaufbauenden Operationsverfahren?
- Werden pro Jahr mindestens 150 Neuerkrankungen an Brustkrebs in dem Zentrum behandelt?
- Arbeitet in den beteiligten Fachgebieten mindestens ein Facharzt mit ausreichender Erfahrung für das Brustkrebszentrum? Pathologe (kann mindestens 300 feingewebliche Brustkrebsbefunde vorweisen), Strahlentherapeut (Nachweis regelmäßiger zertifizierter Fortbildungen), internistischer Onkologe und gynäkologischer Onkologe (Internist mit Teilgebietsbezeichnung „Hämatologie/Onkologie“), Gynäkologe (mit Nachweis von mindestens 400 durchgeführten Chemotherapien), Radiologe (nimmt am Brustkrebs-Mammografie-Screening teil und befundet mind. 3000 Mammografien pro Jahr)
- Werden die Behandlungsergebnisse (ereignisfreie Überlebenszeit, Anzahl der Rezidive, Lebensdauer, Lebensqualität etc.) vollständig dokumentiert?
- Ist der Zugang zu einer psychologischen Betreuung, einem Sozialarbeiter und zu Selbsthilfegruppen gegeben?
- Wird nach der Diagnosestellung der Therapieplan gemeinsam mit der Patientin festgelegt und wird Gelegenheit zum Einholen einer Zweitmeinung gegeben?