BRUSTKREBSPORTAL SACHSEN

Aktuelles

Informationsfilm zu Brustkrebs nun auch bei Youtube

Brustkrebs gehört heute zu den häufigsten Krebserkrankungen bei Frauen. Aber, die Heilungschancen sind gut, denn über 75 % aller erkrankten Frauen werden über einen Zeitraum von fünf Jahren geheilt. Möglich wird diese gute Prognose vor allem dann, wenn Vorsorgemaßnahmen frühzeitig und regelmäßig wahrgenommen werden.

22.12.2011 | Weiterlesen …

Psychosoziale Versorgung von Krebspatienten

Krebserkrankte haben in allen Phasen ihrer Erkrankung und Therapie Anspruch auf eine umfassende und qualitätsgerechte psychosoziale Versorgung. Ein Drittel der betroffenen Patienten im Akutkrankenhaus wünscht sich Unterstützung von einem Psychoonkologen bzw. einem Sozialarbeiter. Daten zur Psychoonkologischen Versorgungssituation von Krebspatienten im ambulanten und im stationären Bereich können dazu beitragen, Versorgungsdefizite aufzudecken und ihnen entsprechend zu begegnen.

14.11.2011 | Weiterlesen …

Brustzentren

Um die optimale Versorgung von Patientinnen mit Mammakarzinom in sächsischen Regionen sicherzustellen, haben sich meist mehrere Krankenhäuser zu Brustzentren zusammengeschlossen.  Ziel der Brustzentren ist die Sicherstellung einer engen patientenbezogenen Zusammenarbeit aller Fachdisziplinen, die sich mit dem Mammakarzinom befassen. Es ist für die Patientin von Vorteil, sich von der Diagnose bis zur Therapie in einem Zentrum behandeln zu lassen, da zwischen den Krankenhäusern eines Zentrums jede Therapieplanung interdisziplinär beraten wird. Nachfolgend finden Sie die Adressen und Ansprechpartner der sächsischen Brustzentren.

Zertifizierte Brustzentren in Sachsen

Direktionsbezirk Chemnitz

Brustzentrum Chemnitz

Mammazentrum Chemnitzer Land / Oberes Erzgebirge

Brustzentrum Vogtland

 

Direktionsbezirk Dresden

Brustzentrum Dresden

Regionales Brustzentrum Dresden

Brustzentrum Ostsachsen (Ebersbach-Sebnitz)

Mammazentrum Ostsachsen

 

Direktionsbezirk Leipzig

Brustzentrum St. Elisabeth-Krankenhaus Leipzig

HELIOS Brustzentrum Nordsachsen – Leisnig

HELIOS Brustzentrum Nordsachsen - Schkeuditz/Borna

Nordwestsächsisches Brustzentrum

Zertifizierungsverfahren Brustkrebszentren

Mit dem Zertifizierungsverfahren will die Deutsche Krebsgesellschaft dafür sorgen, dass sich die Versorgungssituation für Patientinnen, die an Brustkrebs erkrankt sind, deutlich verbessert. Der Begriff „Brustkrebszentrum“ ist nicht geschützt und jede Klinik kann ihn verwenden, ohne dass er Aufschluss über die Qualität des Angebotes gibt. Die Deutsche Krebsgesellschaft will mit der Vergabe des Qualitätssiegels „Zertifiziertes Brustkrebszentrum“ dafür sorgen, dass Patientinnen sicher sein können, in dem zertifizierten Zentrum nach dem aktuellen Stand der Wissenschaft behandelt zu werden. Eine grobe Orientierung, ob ein Zentrum qualitative Mindeststandards erfüllt, können Sie den folgenden Fragen entnehmen. Sie stellen einen Auszug aus den Fachlichen Anforderungen für Brustkrebszentren dar. 

Checkliste 

  • Hat das Brustkrebszentrum ein Qualitäts-Zertifikat (Qualitätsmanagementsystem z.B. nach ISO DIN 9001) erworben? 
  • Finden regelmäßig interdisziplinäre Tumorkonferenzen statt, auf denen Vertreter der beteiligten Fachgebiete gemeinsam die Therapiestrategie festlegen? Teilnehmer: Brustoperateure (Gynäkologe, Chirurg), Röntgendiagnostiker, internistischer Onkologe, onkologisch versierter Gynäkologe, Strahlentherapeut, Pathologe 
  • Kommen die Behandlungsrichtlinien der Fachgesellschaften zur Anwendung? 
  • Wird ein Termin in der Brustsprechstunde innerhalb von max. zwei Wochen vergeben, beträgt die Wartezeit in der Brustsprechstunde unter max. 60 Minuten und wird das endgültige Ergebnis einer Gewebeprobe innerhalb von maximal einer Wochedurch den Arzt persönlich mitgeteilt? 
  • Werden die Operationen von Brustoperateuren vorgenommen, die mindestens 50 Brustoperationen pro Jahr durchführen? 
  • Werden mindestens 50 Prozent der Operationen brusterhaltend durchgeführt und besteht Zugang zu brustaufbauenden Operationsverfahren? 
  • Werden pro Jahr mindestens 150 Neuerkrankungen an Brustkrebs in dem Zentrum behandelt?
  • Arbeitet in den beteiligten Fachgebieten mindestens ein Facharzt mit ausreichender Erfahrung für das Brustkrebszentrum? Pathologe (kann mindestens 300 feingewebliche Brustkrebsbefunde vorweisen), Strahlentherapeut (Nachweis regelmäßiger zertifizierter Fortbildungen), internistischer Onkologe und gynäkologischer Onkologe (Internist mit Teilgebietsbezeichnung „Hämatologie/Onkologie“), Gynäkologe (mit Nachweis von mindestens 400 durchgeführten Chemotherapien), Radiologe (nimmt am Brustkrebs-Mammografie-Screening teil und befundet mind. 3000 Mammografien pro Jahr) 
  • Werden die Behandlungsergebnisse (ereignisfreie Überlebenszeit, Anzahl der Rezidive, Lebensdauer, Lebensqualität etc.) vollständig dokumentiert? 
  • Ist der Zugang zu einer psychologischen Betreuung, einem Sozialarbeiter und zu Selbsthilfegruppen gegeben? 
  • Wird nach der Diagnosestellung der Therapieplan gemeinsam mit der Patientin festgelegt und wird Gelegenheit zum Einholen einer Zweitmeinung gegeben?